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<title>Schönenbergkirche</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Schönenbergkirche</span></h1>
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</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p><b>Schönenbergkirche</b> ist die volkstümliche Bezeichnung der <a href="Wallfahrtskirche" title="Wallfahrtskirche">Wallfahrtskirche</a> „<a href="Unsere_Liebe_Frau" title="Unsere Liebe Frau">Zu Unserer Lieben Frau</a>“ auf dem 530 Meter hohen Schönenberg nahe <a href="Ellwangen_(Jagst)" title="Ellwangen (Jagst)">Ellwangen (Jagst)</a>. Sie ist ein bedeutender Kirchenbau in der <a href="Region_Ostw%C3%BCrttemberg" class="mw-redirect" title="Region Ostwürttemberg">Region Ostwürttemberg</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte">Geschichte</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Die_erste_Kirche_auf_dem_Schönenberg"><span id="Die_erste_Kirche_auf_dem_Sch.C3.B6nenberg"></span>Die erste Kirche auf dem Schönenberg</h3></div>
<p>Im Jahr 1682 legte <a href="Johann_Christoph_von_Freyberg" title="Johann Christoph von Freyberg">Johann Christoph von Freyberg</a>, Bischof von Augsburg, den Grundstein der Kirche. Anlass war die Verschonung der Stadt Ellwangen von einem verheerenden Brand im Jahr 1681. Das Bauwerk wurde nach Plänen des Architekten <a href="Michael_Thumb" title="Michael Thumb">Michael Thumb</a> nach dem <a href="Vorarlberger_M%C3%BCnsterschema" title="Vorarlberger Münsterschema">Vorarlberger Münsterschema</a> erstellt und 1685 <a href="Kirchweihe" title="Kirchweihe">geweiht</a>. Es wurde zur Vorlage für viele weitere bedeutende Kirchenbauten des <a href="Barock" title="Barock">Barocks</a>, vor allem in <a href="Oberschwaben" title="Oberschwaben">Oberschwaben</a>. 1709 brannte die Kirche nach einem Blitzschlag vollständig aus.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Die_zweite_Kirche_auf_dem_Schönenberg"><span id="Die_zweite_Kirche_auf_dem_Sch.C3.B6nenberg"></span>Die zweite Kirche auf dem Schönenberg</h3></div>
<p>Noch im selben Jahr begannen die Arbeiten zur Erneuerung des Bauwerks, das 1729 fertiggestellt und am 15. Mai 1729 von Weihbischof <a href="Johann_Jakob_von_Mayr" title="Johann Jakob von Mayr">Johann Jakob von Mayr</a> aus <a href="Augsburg" title="Augsburg">Augsburg</a> geweiht wurde. Bis 1817 befand sich hinter dem Gotteshaus die katholisch-theologische Fakultät der <a href="Universit%C3%A4t_T%C3%BCbingen" class="mw-redirect" title="Universität Tübingen">Universität Tübingen</a>. Heute werden diese Räumlichkeiten als Tagungshaus der <a href="Di%C3%B6zese_Rottenburg-Stuttgart" title="Diözese Rottenburg-Stuttgart">Diözese Rottenburg-Stuttgart</a> genutzt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Architektur">Architektur</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Fassade">Fassade</h3></div>
<p>Die dreigeschossige Fassade der Wallfahrtskirche <i>Zu Unserer Lieben Frau</i> erhebt sich in schöner Hanglage östlich von Ellwangen. Doppeltürme, Pilaster- und Gesimsgliederung sind ihre Kennzeichen. Der zurückgesetzte Mittelteil wird von einem Dreiecksgiebel bekrönt. Das dritte Turmgeschoss erhebt sich über achteckigem Grundriss. Beim <a href="Oktogon_(Architektur)" title="Oktogon (Architektur)">Turmoktogon</a> besetzen Schallarkaden mit Blendbalustraden die Hauptseiten, Pilaster die Diagonalseiten. Erstes und zweites Turmgeschoss zeigen <a href="Toskanische_Ordnung" title="Toskanische Ordnung">toskanische Ordnung</a>, das dritte Geschoss <a href="Ionische_Ordnung" title="Ionische Ordnung">ionische Ordnung</a>. Das zweite Turmgeschoss schließt mit Segmentgiebeln ab, das dritte mit Dreiecksgiebeln. Den Abschluss bilden sogenannte Bienenkorbkuppeln.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Innenraum">Innenraum</h3></div>
<p>Die Schönenbergkirche besitzt eine <a href="Lichtes_Ma%C3%9F" title="Lichtes Maß">lichte</a> Länge von 49 m und eine lichte Breite von 23 m. Der <a href="Grundriss" title="Grundriss">Grundriss</a> zeigt eine in ein Längsrechteck eingeschriebene Folge von vier Langhaus<a href="Joch_(Architektur)" title="Joch (Architektur)">jochen</a> sowie von drei Chorjochen, wobei das östliche Langhausjoch breiter ist und querhausartig vorragt. Der <a href="Chor_(Architektur)" title="Chor (Architektur)">Chor</a> ist eingezogen, das Altarhaus schließt halbrund.
</p><p>Bei dem ganz in Weiß gehaltenen Innenraum handelt es sich um eine Emporen-Wandpfeilerhalle. Die Stirnen der Wandpfeiler sind mit <a href="Kannelierung" title="Kannelierung">kannelierten</a> korinthischen Doppel<a href="Pilaster" title="Pilaster">pilastern</a> besetzt. Zwischen den Wandpfeilern sind unten Kapellen und oben Emporen eingezogen. Sowohl Kapellen wie auch Emporen werden von Quertonnen überwölbt. Dabei liegt die Oberkante der Pilaster auf gleicher Höhe wie die Oberkante der Emporenbrüstungen. Über dem vorkragenden Hauptgebälk erhebt sich ein <a href="Attika_(Architektur)" title="Attika (Architektur)">Attika</a>-Zwischengeschoss. Dieses wird aus gestaffelten Pfeilern gebildet und nimmt mittig jeweils eine Nischenfigur eines Apostels auf. Kapellen und Emporen besitzen etwa die gleiche Höhe. Die Kapellen nehmen an ihren Ostwänden Altäre auf. In der querhausartig erweiterten Abseite wird die Empore zu einem Laufgang, was zum Eindruck eines regulären Querhauses beiträgt. Gewölbt wird das Langhaus von einer gurtgegliederten Stichkappentonne.
</p><p>Ein als Arkade ausgebildeter Triumphbogen leitet als raumbestimmende Würdeformel zum Chor. Der Chor selbst besitzt keine Emporen. Deshalb sind die Pfeiler über der Gestühlzone als Freipfeiler ausgebildet. Die eigentümliche Choranlage der Kirche ist der Tatsache geschuldet, dass eine 1639 erbaute <a href="Lorettokapelle" class="mw-redirect" title="Lorettokapelle">Lorettokapelle</a> in das Gotteshaus einbezogen wurde.
</p><p>Die Kirche auf dem Schönenberg gilt zusammen mit der <a href="Kloster_Obermarchtal" title="Kloster Obermarchtal">Abteikirche Obermarchtal</a> als Musterbeispiel des „Vorarlberger Münsterschemas“.<sup id="cite_ref-Norbert_Lieb,_Franz_Dieth_1-0" class="reference"><a href="#cite_note-Norbert_Lieb,_Franz_Dieth-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Schönenbergkirche bezieht sich sowohl bei der Vergrößerung des vierten Raumkompartiments als auch bei der Einschaltung einer Attika zwischen Emporenzone und Tonnengewölbe auf <a href="St._Michael_(M%C3%BCnchen)" title="St. Michael (München)">St. Michael</a> in München. Im Grundriss bestehen Verbindungen zur <a href="Jesuitenkirche_(Luzern)" title="Jesuitenkirche (Luzern)">Jesuitenkirche Luzern</a> von 1666 sowie zur Jesuitenkirche Solothurn von 1680.<sup id="cite_ref-Norbert_Lieb,_Franz_Dieth_1-1" class="reference"><a href="#cite_note-Norbert_Lieb,_Franz_Dieth-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Freipfeiler im Chor waren in der Studienkirche in Dillingen vorgebildet.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Ausstattung">Ausstattung</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Stuckierung">Stuckierung</h3></div>
<p>Ein Teil der für den Neubau geschaffenen Ausstattung ging beim Brand von 1709 verloren. Das betraf besonders die <a href="Stuck" title="Stuck">Stukkaturen</a> von Melchior Haudt und die Altäre von Hans Michael Weinmann. Auch Vater und Sohn Paulus waren beteiligt.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Für die Entwürfe der neu zu errichtenden Langhauswölbungen war Maximilian von Welsch verantwortlich. Die genauen Vorlagen dazu schuf Carlo Maria Pozzi. Die Ausführung besorgte Melchior Paulus um 1711. Die ursprüngliche Dekoration der 1680er Jahre ist vor allem unterhalb des Hauptgebälks erhalten geblieben. Sie zeigt kräftige, saftig-plastische Formen. Besonders in den Chorkapellen sowie in der Sakristei (aus den 1690er Jahren) sind schöne Beispiele dieser früheren Stilstufe zu sehen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Altäre"><span id="Alt.C3.A4re"></span>Altäre</h3></div>
<p>Der <a href="Hochaltar" title="Hochaltar">Hochaltar</a> wurde von <a href="Maximilian_von_Welsch" title="Maximilian von Welsch">Maximilian von Welsch</a> entworfen und von Kaspar Buchmüller erstellt. Doppelte Stuckmarmorsäulen vor Pilasterrücklagen rahmen Altarmensa, Tabernakel und Altarblatt. Letzteres stammt von Johannes Classen aus Schlesien (1715). Es zeigt die Himmelfahrt Mariens: Getragen von Engeln, schwebt die Muttergottes auf Wolken gen Himmel, die Apostel bleiben um den leeren Sarkophag zurück. Die schräggestellten Altarseiten fasst ein gesprengter Segmentgiebel zusammen. Auf den Giebelschrägen lagern anbetende Engel. Der Auszug zeigt die Taube des Heiligen Geistes begleitet von geflügelten Engelsköpfen vor der Strahlenglorie. Beidseits des Auszugs stehen Ziervasen, denen Flammen entsteigen. Auf der Rückseite des Altarblatts befindet sich die nur zur Weihnachtszeit gezeigte Geburt Christi von A. Bellucci (1719).
</p><p>Die Seitenaltäre schuf Kaspar Buchmüller (1711–1713). Ihr Aufbau ähnelt dem des Hochaltars: schräggestellte Säulen vor Pilasterrücklagen, gesprengte, von Engelfiguren besetzte Giebel und Flammenvasen. Nur das rechteckige Bildformat und die gewundenen Säulen weichen ab. Die Altäre in den Kapellen sind einfacher gestaltet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Fresken">Fresken</h3></div>
<p>Die 22 Fresken stammen von dem in Innsbruck geborenen Maler <a href="Melchior_Steidl" title="Melchior Steidl">Melchior Steidl</a> (um 1665–1727). Sie sind der <a href="Maria_(Mutter_Jesu)" title="Maria (Mutter Jesu)">Gottesmutter Maria</a> gewidmet. Das Fresko über der Orgelempore zeigt musizierende Engel. Auf dem ersten farbigen Langhausfresko ist der Tempelgang Mariens zu sehen. Das zentrale Deckenbild im Langhaus zeigt Mariä Himmelfahrt. In starker Untersicht führen Treppen zu dem Sarkophag empor, um den die Apostel versammelt sind. Links sind Paulus (mit dem Schwert) und Petrus (mit dem Schlüssel) zu sehen. Unterhalb sitzt der lesende Johannes. Darüber wird Maria im roten Gewand und blauem Mantel auf der Mondsichel von Engeln emporgetragen. Von oben eilt Jesus Christus herbei, um Maria zu krönen. Auf dem östlichen Langhausfresko finden wir die Verkündigung an Maria und im Chor die Kombination von <a href="S%C3%BCndenfall" title="Sündenfall">Sündenfall</a> und Erlösungsverheißung mit der Darstellung der apokalyptischen Jungfrau (<a href="Unbefleckte_Empf%C3%A4ngnis" title="Unbefleckte Empfängnis">Maria Immaculata</a> als Welterlöserin). Die auf Mond und Weltkugel stehende und von einem Strahlenkranz umgebene Gottesmutter hält eine Lilie – Symbol für die Reinheit – und zertritt die Schlange, die einst Eva und Adam, die am unteren Bildrand aus dem Paradies vertrieben werden, zur Sünde verführt hatte.
</p><p>Bemerkenswert sind die symbolischen und allegorischen Darstellungen Mariens (zum großen Teil nach den <a href="Marientitel" title="Marientitel">Marientiteln</a> der <a href="Lauretanische_Litanei" title="Lauretanische Litanei">Lauretanischen Litanei</a> – ) im Langhaus und im Chor:
</p>
<table>
<tbody><tr>
<td width="25%" valign="top">
<ul><li><a href="Hortus_conclusus" title="Hortus conclusus">Hortus conclusus</a> (Verschlossener Garten)</li>
<li><a href="Morgenstern" title="Morgenstern">Stella matutina</a> (Morgenstern)</li>
<li>Arca Noe (Arche Noe)</li>
<li>Lignum vitae (Baum des Lebens)</li>
<li>Fons gratiarum (Brunnen der Gnaden)</li>
<li>Clipeus sperantium (Schutzschild der Hoffenden)</li>
<li>Auxilium christianorum (<a href="Hilfe_der_Christen" class="mw-redirect" title="Hilfe der Christen">Hilfe der Christen</a>)</li>
<li>Scala Iacob (Jakobsleiter)</li></ul>
</td>
<td width="25%" valign="top">
<ul><li>Castrorum acies ordinata (Geordnete Schlachtreihe für den Krieg)</li></ul>
</td>
<td width="25%" valign="top">
<ul><li>Turris Davidica (Turm Davids)</li>
<li>Foederis arca (<a href="Bundeslade" title="Bundeslade">Bundeslade</a>)</li>
<li>Rubus incombustus (Nicht verbrannter Dornbusch)</li>
<li>Speculum iustitiae (Spiegel der Gerechtigkeit)</li>
<li>Radix Iesse (Wurzel Jesse)</li>
<li>Ianua coeli (Pforte des Himmels)</li>
<li>Refugium peccatorum (Zuflucht der Sünder)</li>
<li><a href="Sedes_sapientiae" title="Sedes sapientiae">Sedes sapientiae</a> (<a href="Sitz_der_Weisheit" class="mw-redirect" title="Sitz der Weisheit">Sitz der Weisheit</a>)</li></ul>
</td></tr></tbody></table>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Weitere_Ausstattung">Weitere Ausstattung</h3></div>
<p>Hinter dem Hochaltar wurde bereits 1911 eine ca. 100 m<sup>2</sup> große Weihnachtskrippe eingerichtet, die das ganze Jahr über zu besichtigen ist und von <a href="Sieger_K%C3%B6der" title="Sieger Köder">Sieger Köder</a> im Jahre 2000 neu gestaltet wurde. In der Attikazone in Nischen stehende Stuckfiguren der zwölf Apostel von Melchior Paulus fügen sich harmonisch in den Kirchenraum ein.
</p><p>Hinter dem Gnadenbild befindet sich das Epitaph des Fürstprobstes <a href="Johann_Christoph_Adelmann_von_Adelmannsfelden" title="Johann Christoph Adelmann von Adelmannsfelden">Johann Christoph Adelmann von Adelmannsfelden</a>. Zusammen mit <a href="Philipp_Jeningen" title="Philipp Jeningen">Philipp Jeningen</a> war er der Initiator für den Bau der Schönenbergkirche.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Orgel">Orgel</h2></div>
<p>Die <a href="Orgel" title="Orgel">Orgel</a> wurde im Jahr 1975 von dem <a href="Orgelbauer" title="Orgelbauer">Orgelbauer</a> Paul Peter Köberle (Schwäbisch Gmünd) erbaut. Das 1711 von Allgaier erbaute <a href="Prospekt_(Orgel)" title="Prospekt (Orgel)">Gehäuse</a> (Figuren von M. Paulus) wurde dabei wiederverwendet.
</p>
<table border="0" cellspacing="24" cellpadding="18" style="border-collapse:collapse;">
<tbody><tr>
<td style="vertical-align:top">
<table border="0">
<tbody><tr>
<td colspan="16"><b>I Hauptwerk</b> C–g<sup>3</sup>
<hr>
</td></tr>
<tr>
<td>1.</td>
<td>Gedackt</td>
<td>16′
</td></tr>
<tr>
<td>2.</td>
<td>Prinzipal</td>
<td>8′
</td></tr>
<tr>
<td>3.</td>
<td>Holzspitzflöte</td>
<td>8′
</td></tr>
<tr>
<td>4.</td>
<td>Oktave</td>
<td>4′
</td></tr>
<tr>
<td>5.</td>
<td>Spitzgambe</td>
<td>4′
</td></tr>
<tr>
<td>6.</td>
<td>Blockflöte</td>
<td>2′
</td></tr>
<tr>
<td>7.</td>
<td>Terz</td>
<td><span class="bruch template-frac" style="line-height:0">1<span class="visualhide"> </span><sup style="font-size: 70%; vertical-align: 0.4em;">3</sup>⁄<sub style="font-size: 70%; vertical-align: 0em;">5</sub></span>′
</td></tr>
<tr>
<td>8.</td>
<td>Rauschpfeife II
</td></tr>
<tr>
<td>9.</td>
<td>Mixtur V-VI
</td></tr>
<tr>
<td>10.</td>
<td>Fagott</td>
<td>16′
</td></tr>
<tr>
<td></td>
<td><i>Tremulant</i>
</td></tr></tbody></table>
</td>
<td style="vertical-align:top">
<table border="0">
<tbody><tr>
<td colspan="16"><b>II Kronwerk</b> C–g<sup>3</sup>
<hr>
</td></tr>
<tr>
<td>11.</td>
<td>Gedackt</td>
<td>8′
</td></tr>
<tr>
<td>12.</td>
<td>Prinzipal</td>
<td>4′
</td></tr>
<tr>
<td>13.</td>
<td>Flöte</td>
<td>4′
</td></tr>
<tr>
<td>14.</td>
<td>Superoktave</td>
<td>2′
</td></tr>
<tr>
<td>15.</td>
<td>Quintlein</td>
<td><span class="bruch template-frac" style="line-height:0">1<span class="visualhide"> </span><sup style="font-size: 70%; vertical-align: 0.4em;">1</sup>⁄<sub style="font-size: 70%; vertical-align: 0em;">3</sub></span>′
</td></tr>
<tr>
<td>16.</td>
<td>Septnonensesquialter II–IV
</td></tr>
<tr>
<td>17.</td>
<td>Scharff III/IV
</td></tr>
<tr>
<td>18.</td>
<td>Oboe</td>
<td>8′
</td></tr>
<tr>
<td></td>
<td><i>Tremulant</i>
</td></tr></tbody></table>
</td>
<td style="vertical-align:top">
<table border="0">
<tbody><tr>
<td colspan="16"><b>Pedal</b> C–f<sup>1</sup>
<hr>
</td></tr>
<tr>
<td>19.</td>
<td>Prinzipalbass</td>
<td>16′
</td></tr>
<tr>
<td>20.</td>
<td>Subbass</td>
<td>16′
</td></tr>
<tr>
<td>21.</td>
<td>Quintbass</td>
<td><span class="bruch template-frac" style="line-height:0">10<span class="visualhide"> </span><sup style="font-size: 70%; vertical-align: 0.4em;">2</sup>⁄<sub style="font-size: 70%; vertical-align: 0em;">3</sub></span>′
</td></tr>
<tr>
<td>22.</td>
<td>Oktavbass</td>
<td>8′
</td></tr>
<tr>
<td>23.</td>
<td>Nachthorn</td>
<td>4′
</td></tr>
<tr>
<td>24.</td>
<td>Posaune</td>
<td>16′
</td></tr>
<tr>
<td>25.</td>
<td>Clairon</td>
<td>4′
</td></tr></tbody></table>
</td></tr></tbody></table>
<ul><li><i><a href="Koppel_(Orgel)" title="Koppel (Orgel)">Koppeln</a>:</i> II/I, I/P, II/P, Suboktavkoppel II/II, Superoktavkoppel II/II</li>
<li><i><a href="Spielhilfen" class="mw-redirect" title="Spielhilfen">Spielhilfen</a>:</i> 64-fache Setzeranlage, Schwelltritt für Kronwerk</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Bedeutung_der_Kirche_für_die_Region"><span id="Bedeutung_der_Kirche_f.C3.BCr_die_Region"></span>Bedeutung der Kirche für die Region</h2></div>
<p>Heute gilt die Kirche als eines der Schmuckstücke barocker Baukunst, das nicht nur durch die hervorgehobene Lage auf dem Schönenberg für die Region prägend ist. Für den bedeutenden katholischen und orthodoxen Marienwallfahrtsort hat die <a href="Wallfahrt" title="Wallfahrt">Wallfahrt</a> eine lange Tradition. Zentrale Bedeutung hat das Gnadenbild in einer Seitenkapelle der Kirche, eine kleine Marienstatuette in einem prächtigen <a href="Monstranz" title="Monstranz">monstranzartigen</a> Altaraufbau. Der Weg zur Schönenbergkirche führt – von Ellwangen kommend – eine steile Lindenallee hinauf an 15 <a href="Kapelle_(Kirchenbau)#Freistehende_Kapellen" title="Kapelle (Kirchenbau)">Wegkapellen</a> mit Darstellungen der Geheimnisse des <a href="Rosenkranz" title="Rosenkranz">Rosenkranzes</a> vorbei.
</p>
<p>Auf dem Weg hinauf zur Kirche stehen zwei weitere Kapellen; sie sind Maria (von unten aus gesehen links) und Josef (von unten aus gesehen rechts) gewidmet. Die Darstellungen des Rosenkranzes sind das freudenreiche, das schmerzhafte und das glorreiche Geheimnis in der hier genannten Reihenfolge. Die unterste Kapelle zeigt die <a href="Verk%C3%BCndigung_des_Herrn" title="Verkündigung des Herrn">Verkündigung des Herrn</a>, die oberste Kapelle zeigt die Krönung Mariens im Himmel.
</p><p>Besonders die jährlich stattfindende Vertriebenenwallfahrt zieht jeweils Tausende an. Prominente Wallfahrer und Festredner zu diesem Anlass waren unter anderem die Bundeskanzler <a href="Konrad_Adenauer" title="Konrad Adenauer">Konrad Adenauer</a> und <a href="Helmut_Kohl" title="Helmut Kohl">Helmut Kohl</a>.
</p><p>Die Pfarrgemeinde Schönenberg setzt sich aus mehreren Teilorten zusammen und wird seit 1919 vom <a href="Redemptoristen" title="Redemptoristen">Redemptoristenorden</a> betreut.
</p><p>In der <a href="Patrick_von_Irland" title="Patrick von Irland">St.-Patricks-Week</a> 2024 und 2025 wurde die Kirche in Grün beleuchtet.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In beiden Jahren fand auch ein Gottesdienst statt, welcher von der "Kochen Clan Pipe Band" aus Unterkochen musikalisch begleitet wurde.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Herbert Brunner, Alexander von Reitzenstein: <i>Baden-Württemberg. Kunstdenkmäler und Museen</i> (= Reclams Kunstführer, Bd. 2). 8. Aufl. Reclamverlag, Stuttgart 1985, ISBN 3-15-008073-8, S. 145–149.</li>
<li>Norbert Lieb, Franz Dieth: <i>Die Vorarlberger Barockbaumeister</i>. 2. Aufl. Schnell & Steiner, München 1967, S. 36–37.</li>
<li>Yvonne Northemann: <i>Die Santa Casa auf dem Schönenberg bei Ellwangen. Gnadenerfahrung und Katechese</i>. In: <i><a href="INSITU_(Zeitschrift)" title="INSITU (Zeitschrift)">INSITU</a></i>, Jg. 15 (2023), Heft 1, S. 85–98.</li>
<li><a href="Hugo_Schnell" title="Hugo Schnell">Hugo Schnell</a>: <i>Wallfahrtskirche Unsere Liebe Frau auf dem Schönenberg, Ellwangen</i>. 9. Aufl. Schnell & Steiner, Regensburg 2002, ISBN 3-7954-4144-7.</li>
<li>Bernhard Schütz: <i>Die kirchliche Barockarchitektur in Bayern und Oberschwaben 1580–1780</i>. Hirmerverlag, München 2000, ISBN 3-7774-8290-0, S. 43.</li>
<li>Alfred Sirch: <cite style="font-style:italic">Bildsymbole in der Marienkirche auf dem Schönenberg</cite>. Schwabenverlag, Ellwangen 1997.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Sch%C3%B6nenbergkirche&rft.au=Alfred+Sirch&rft.btitle=Bildsymbole+in+der+Marienkirche+auf+dem+Sch%C3%B6nenberg&rft.date=1997&rft.genre=book&rft.place=Ellwangen&rft.pub=Schwabenverlag" style="display:none"> </span></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Sch%C3%B6nenbergkirche_Ellwangen?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Schönenbergkirche Ellwangen</a></span></b> – Sammlung von Bildern</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.haus-schoenenberg.de">Tagungshaus Schönenberg</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.staatsgalerie.de/de/sammlung-digital/maria-immaculata-welterloeserin">Entwurfsskizze des Chorfreskos von Melchior Steidl in der Staatsgalerie Stuttgart</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.schwabenmedia.de/Kirchen/Ellwangen/Zu-unserer-lieben-frau.htm">Glockengeläut der Schönenbergkirche</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-Norbert_Lieb,_Franz_Dieth-1"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Norbert_Lieb,_Franz_Dieth_1-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Norbert_Lieb,_Franz_Dieth_1-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Norbert Lieb, Franz Dieth: <cite style="font-style:italic">Die Vorarlberger Barockbaumeister</cite>. 2. Auflage. Schnell & Steiner, München 1967, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>36</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Sch%C3%B6nenbergkirche&rft.au=Norbert+Lieb%2C+Franz+Dieth&rft.btitle=Die+Vorarlberger+Barockbaumeister&rft.date=1967&rft.edition=2.&rft.genre=book&rft.pages=36&rft.place=M%C3%BCnchen&rft.pub=Schnell+%26+Steiner" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Bernhard Schütz: <cite style="font-style:italic">Die kirchliche Barockarchitektur in Bayern und Oberschwaben 1580–1780</cite>. Hirmerverlag, München 2000, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>43</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Sch%C3%B6nenbergkirche&rft.au=Bernhard+Sch%C3%BCtz&rft.btitle=Die+kirchliche+Barockarchitektur+in+Bayern+und+Oberschwaben+1580-1780&rft.date=2000&rft.genre=book&rft.pages=43&rft.place=M%C3%BCnchen&rft.pub=Hirmerverlag" style="display:none"> </span></span>
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<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Herbert Brunner, Alexander von Reitzenstein: <cite style="font-style:italic">Baden-Württemberg. Kunstdenkmäler und Museen</cite>. Reclam, Stuttgart 1985, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>146</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Sch%C3%B6nenbergkirche&rft.au=Herbert+Brunner%2C+Alexander+von+Reitzenstein&rft.btitle=Baden-W%C3%BCrttemberg.+Kunstdenkm%C3%A4ler+und+Museen&rft.date=1985&rft.genre=book&rft.pages=146&rft.place=Stuttgart&rft.pub=Reclam" style="display:none"> </span></span>
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<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.drs.de/service/veranstaltungen/ansicht/Veranstaltung/Day/show/2025-03-22_1800/gruen-ist-die-hoffnung.html"><i>Grün ist die Hoffnung - 22.03.2025: Diözese Rottenburg Stuttgart.</i></a><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 22. März 2025</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ASch%C3%B6nenbergkirche&rft.title=Gr%C3%BCn+ist+die+Hoffnung+-+22.03.2025%3A+Di%C3%B6zese+Rottenburg+Stuttgart&rft.description=Gr%C3%BCn+ist+die+Hoffnung+-+22.03.2025%3A+Di%C3%B6zese+Rottenburg+Stuttgart&rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.drs.de%2Fservice%2Fveranstaltungen%2Fansicht%2FVeranstaltung%2FDay%2Fshow%2F2025-03-22_1800%2Fgruen-ist-die-hoffnung.html"> </span></span>
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<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite">Mark Masuch: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.schwaebische.de/regional/ostalb/ellwangen-schoenenberg/gottesdienst-und-whisky-so-feiert-der-schoenenberg-saint-patrick-s-day-2332783"><i>Gottesdienst und Whisky: So feiert der Schönenberg Saint Patrick’s Day.</i></a> 9. März 2024,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 22. März 2025</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ASch%C3%B6nenbergkirche&rft.title=Gottesdienst+und+Whisky%3A+So+feiert+der+Sch%C3%B6nenberg+Saint+Patrick%E2%80%99s+Day&rft.description=Gottesdienst+und+Whisky%3A+So+feiert+der+Sch%C3%B6nenberg+Saint+Patrick%E2%80%99s+Day&rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.schwaebische.de%2Fregional%2Fostalb%2Fellwangen-schoenenberg%2Fgottesdienst-und-whisky-so-feiert-der-schoenenberg-saint-patrick-s-day-2332783&rft.creator=Mark+Masuch&rft.date=2024-03-09&rft.language=de"> </span></span>
</li>
</ol>
<p><span class="geo noexcerpt" style="display:none"><span class="body"></span><span class="latitude">48.971944444444</span><span class="longitude">10.145</span><span class="elevation"></span></span><span id="coordinates" class="coordinates -print"><span title="Koordinatensystem WGS84">Koordinaten: </span><a class="external text" href="geo:48.971944444444,10.145"><span title="Breitengrad">48° 58′ 19″ <abbr title="Nord">N</abbr></span>, <span title="Längengrad">10° 8′ 42″ <abbr title="Ost">O</abbr></span></a></span>
</p></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
Dieser Artikel wurde von <a class="external text" title="Zuletzt bearbeitet am 2025-08-25" href="https://de.wikipedia.org/wiki/?title=Sch%C3%B6nenbergkirche&oldid=259184850">Wikipedia</a> herausgegeben. Der Text ist unter <a class="external text" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de">Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0</a> verfügbar, sofern nicht anders angegeben. Für die Mediendateien können zusätzliche Bedingungen gelten.
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